Heide-Harz


Clausthal-Zellerfeld



Im Zentrum des Oberharzes liegt die alte Bergstadt Clausthal-Zellerfeld, die im Jahre 1924 durch den Zusammenschluß der beiden Städte Clausthal und Zellerfeld entstand. Die Bezeichnung "Bergstadt" hat ihren Ursprung in der Gründung der beiden Städte als Bergbaustädte. 

Im Jahr 1532 erhielten Zellerfeld und im Jahr 1554 Clausthal die ersten Bergfreiheiten. Damit wurden den Bewohnern Freiheiten und Rechte verliehen, die die beiden Städte aus dem Kreis der Landstädte hervorhob, die im Mittelalter noch in Unfreiheit verblieben. Die Rechte erlaubten den Bewohnern der Bergstädte, freie Märkte abzuhalten, Holz-, Weide- und Fischrechte auszuüben, Rat und Richter frei zu wählen und vom Kriegsdienst freigestellt zu werden. 

Der staatlich anerkannte heilklimatische Kurort Clausthal-Zellerfeld ist heute eine Universitäts-, und Behördenstadt. Während sich im Stadtteil Clausthal das Universitätsleben und die Geschäftstätigkeit abspielt, findet man im Stadtteil Zellerfeld z.B. das Bergwerksmuseum, Kurpark, Kurmittelhaus und einen kleinen Skihang mit Lift. 

In der Bornhardstraße liegt der Kunsthandwerkerhof. Dort führen Künstler die Tradition des Glasblasens, sowie -schliff und -gravuren vor. Auch andere handwerkliche Betriebe wie eine Keramik-Töpferei, Seidenmalerei und Goldschmiede sind dort angesiedelt.

In Clausthal-Zellerfeld wird seit 1930 kein Bergbau mehr betrieben. Die ehemalige Bleihütte im Innerstetal wurde 1967 stillgelegt. An die Blütezeit der Bergbautätigkeit (1534-1864) erinnert heute noch das Kulturdenkmal Oberharzer Wasserregal. Mit seinen 75 Teichen, 500 km Gräben und 30 km Stollen zum Antrieb von Wasserrädern ist es eines der großartigsten Zeugnisse des europäischen Bergbaus.
 


Die landschaftlich reizvolle Umgebung von Clausthal-Zellerfeld steht größtenteils unter Landschaftsschutz und die Bergwiesen unter Biotopschutz.


Das älteste Freilichtmuseum Deutschlands ist das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld, das im Jahr 1892 gegründet wurde. Dort gibt es ein äußerst eindrucksvolles Schau-Bergwerk, das man bei einer Führung besichtigen kann. Das erste funktionsfähige Drahtseil zur Förderung der Erze wurde im Jahr 1834 in Clausthal eingesetzt. In 29 Ausstellungsräumen präsentiert das Bergwerksmuseum eine umfangreiche Sammlung zum Themenkreis Technik- und Kulturgeschichte. Das Glockenspiel mit Fahrkunst kann ebenfalls besichtigt werden. Auch zur Außenstelle am Ottiliae-Schacht werden Bahnfahrten angeboten.


Das ehemalige Wohnhaus des Oberbergmeisters Daniel Flach wurde im Jahr 1673 erbaut. Es ist ein Zeugnis für Häuser mit gehobener Wohnkultur im Oberharz. Das Haus steht nur wenige Meter vom Bergwerksmuseum entfernt.

Die älteste Apotheke des Oberharzes wurde 1576 erbaut. Sie fiel jedoch einem Stadtbrand zum Opfer. Im Jahr 1674 wurde das Gebäude wieder aufgebaut. Im Inneren ist die Fratzenapotheke, wie auch das Dietzel-Haus mit wertvollen Stuckarbeiten ausgestattet. Besonders markant sind die 66 verschiedenen holzgeschnitzten und farbig bemalten Gesichter, die an Front- und Giebelseiten angebracht wurden.

In der St. Salvatoris Kirche kann das Altarbild des Malers W. Tübke besichtigt werden. Die Marktkirche "Zum Heiligen Geist" ist die größte Holzkirche Deutschlands (2.000 Sitzplätze) wurde als Bergmannskirche im 17. Jahrhundert in den Wirren des 30jährigen Krieges erbaut.

Auch eine der größten Geosammlungen der Welt mit über 120.000 Exemplaren befindet sich im Hauptgebäude der Technischen Universität von Clausthal. 

Technische Universität Clausthal
Der aus dem 17. Jh. stammende Stollen ist eine montan-historische Sehenswürdigkeit. Eine bergbauliche Rarität ist das hölzerne Gerenne, das auf der Stollensohle freigelegt werden konnte.

Ottiliae-Schacht
Ältestes erhaltene eiserne Fördergerüst Deutschlands von 1876, erreichbar mit einer Grubenbahn auf der rekonstruierten übertägigen Tagesförderstrecke 
 


Clausthal-Zellerfeld
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